Wunderland in Blau und Grün

In Neuseeland gibt es viele Ecken zu erkunden. Eine Ecke, welche ich schon länger ins Auge gefasst hatte, war der Farewell Spit. Der Weg führte mich über Takaka auch an den Te Waikoropupu Springs vorbei. Ich liess es mir nicht entgehen, Sonne Strand und Meer zu geniessen.

Ein paradiesischer Strandtag

Eigentlich gehöre ich nicht zu denjenigen, welche sich stundenlang am Strand braten lassen können. Einerseits macht das meine Haut nicht mit und andererseits wird es mir dabei auch schnell langweilig. Dennoch fasziniert mich Strand und Meer, wie so viele Menschen. Strandspaziergänge, eine Abkühlung im Meer und das Beobachten der Natur sind wunderbare Strandaktivitäten, um sich zu entspannen, vor allem dann, wenn man sich den Strand mit niemandem teilen muss.

Einsamer Split Apple Rock

Vermutlich hatte ich ziemlich Glück, an dem Tag, als ich mich über einen Trampelpfad zum Strand des Split Apple Rocks machte. Es war warm und tolles Wetter. Das klare Wasser lockte mich, ein Bad zu nehmen. Und ich musst den Strand nur einzig und alleine mit einem Seestern teilen. Diesen bemerkte ich, als ich mich ins Wasser begab. Ich war ziemlich fasziniert von ihm, denn so oft habe ich noch nicht Seesterne im offenen Meer gesehen. Nur ganz langsam bewegte er seine Arme über den Meeresboden. Hie und da liess er eine Luftblase emporsteigen. War er auf Futtersuche? Ich weiss es nicht. Vielleicht liess er auch einfach so wie ich, die Seele baumeln. In tieferem Gewässer drehte ich mich auf den Rücken und liess mich von den sanften Wellen dahintreiben. Einfach paradiesisch!

Ein Seestern am chillen

Türkise Quellen mit dem Namen Te Waikoropupu Springs

Hat man den Weg über den Takaka Hill zurück gelegt, lohnt es sich, einen Halt bei den Te Waikoropupu Springs zu machen. Holzstege und Trampelpfade führen durch die im Wald gelegenen Kaltwasserquellen. Klares Wasser lässt die Sicht bis auf den Grund zu. Türkise Farben verleihen den Quellen eine besondere Anziehungskraft. So verwunderte es mich nicht, dass die Maori diese Gewässer als heilig ansehen und ihnen heilende Kräfte zusprechen.

Ein Teil der Te Waikoropupu Springs

Den Sanddünen entlang zum Leuchtturm des Farewell Spit

Im nordöstlichsten Teil der Südinsel Neuseelands erstreckt sich eine etwa 34 km lange Landzunge ins Meer. Diese Landzunge wurde vom Wind und der Strömung auf ganz natürliche Weise gebildet und man gab ihr den Namen „Farewell Spit“. Heutzutage ist der Farewell Spit nicht mehr frei zugänglich, sondern ein Naturschutzgebiet für Vögel. Es werden aber Touren mit allradbetriebenen Busen angeboten, welche die Fahrt dem Strand entlang zum Leuchtturm ermöglichen. Ich nahm an solch einer Tour teil.

Die Sanddünen des Farewell Spits

Einmal mehr zeigte sich Neuseeland in einer ganz neuen Form. Von den mit Gras bewachsenen Klippen, welche ins Meer mündeten, folgte eine immer kargere Landschaft. Das wilde Meer immer im Blick, zeigten sich die ersten Sanddünen, welche nicht enden zu sein schienen. Bestieg man eine grössere Sanddüne, konnte man von der einen Meerseite zur anderen blicken. Nebst den unterschiedlichen Wasservögel, sassen da auch Robben und liessen ihre Bäuche in der Sonne wärmen.

Ein Bewohner des Farewell Spits

Unser Tagesziel war der Leuchtturm. Dieser wurde in früheren Zeiten erbaut, um die Zahl der Schiffbrüche zu reduzieren. Der Farewell Spit stellt aber nicht nur für Schiffe eine Gefahr dar, sondern auch für Wale und Delfine. Jedes Jahr verenden hier unzählige von ihnen. Man weiss nicht so genau warum, vermutet aber, dass die Tiere im seichten Wasser ihre Orientierung verlieren und die Ebbe einsetzt, bevor die Tiere ihren Weg wieder in tiefere Gewässer finden können. Dies erklärte uns der Tourguide.

Beim Leuchtturm befand sich auch ein Gebäude, in dem über viele Jahre Leuchtturmwärter wohnten, nahezu abgeschnitten von der Zivilisation. Interessant fand ich, dass es um den Leuchtturm herum plötzlich wieder Wiese, Bäume und Büsche gab, obwohl zuvor nichts als Sanddünnen die Landzunge bedeckte. Der Tourguide erzählte, dass einer der Leuchtturmwärter einmal die Idee hatte, dass Pflanzen ihn und sein Haus vor dem starken Wind und den Standstürmen schützen könnten. So liess er Erde bringen und begann erfolgreich mit der Bepflanzung seiner Umgebung. Erstaunlich, dass diese bis heute noch existiert. Seit 1984 gibt es keinen Leuchtturmwärter mehr am Farewell Spit. Wie so viele andere Leuchttürme, wird er nun vom Festland aus gesteuert.

Ich verbrachte eine wunderbare Zeit in der Umgebung der Golden Bay. Mit dem Besuchs des Leuchtturms des Farewell Spits konnte ich meinem Entdeckergeist nachgehen und wundervolle Tage an verschiedenen Gewässern verbringen.

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